Bereits seit Jahren ist die altbekannte “Malen nach Zahlen” Technik kaum noch aus dem kreativen Bereich wegzudenken. So macht es nicht nur Kindern spaß mit Buntstiften oder Pinsel und Farbe ein eigenes, kleines Kunstwerk aus diversen Vorlagen zu kreieren, sondern auch Erwachsene nutzen diese Möglichkeit häufig, um nach einem anstrengenden Tag ein wenig zur Ruhe zu kommen. Und so ist es kaum verwunderlich, dass sowohl der Absatz, als auch die Anzahl der Motive kontinuirlich steigen.

(CC BY 2.0) by stefanweihs – flickr.com

Ein Komplettset besteht meist aus der Vorlage mit nummerierten Feldern,einer Anleitung, Farben in Form eines Pinsels samt Acryl- oder Ölfarbtöpfchen oder Buntstifte welche ebenfalls nummeriert sind und ist im Bastelfachgeschäft, Internet oder Spielwarengeschäft zu erwerben. Für Kinder oder Anfänger gibt es einfache Startersets, zum Beispiel mit vielfältigen Tiermotiven. Für geübtere Künstler darf es dann aber auch ruhig schon mal Vincent van Goghs Nachtcafe, filigrane Landschaftsmotive oder der Eifelturm sein. Auch mehrteilige Bilder, Triptychon genannt, gibt es bereits in zahlreichen Motiven und Serien und so wird sicherlich für jeden Geschmack etwas zu finden sein.

Doch auch Konzentration, Kreativität, Ausdauer und Feinmotorik werden mit dieser Art der künstlerischen Betätigung gefördert und gefordert. So sind die Bilder gerade bei Kindern und Erwachsenen mit Konzentrationsstörungen und psychischen Erkrankungen ein tolles Übungsmittel, bei welchem der Spaß nicht zu kurz kommt und das Erfolgserlebnis des vollendeten Bildes sprichwörtlich Flügel verleiht. Mitunter ist es sehr anspruchsvoll, die doch zum Teil komplexen Vorlagen mit ruhiger Hand auszumalen und immer die richtige Farbe parat zu haben doch die Freude und der Stolz auf das geschaffene Werk sind mit nichts zu vergleichen.

Nach der Vollendung des Bildes, ergibt dieses in einem Rahmen einen echten Hingucker in jedem Zimmer. Sicherlich wird der ein oder andere verblüffte Besucher auf der Suche nach einer Signatur zweimal hinsehen müssen, nur um vom Künstler hinterher zu erfahren, dass das vielgelobte Kunstwerk aus der eigenen Hand entstanden ist. Spätestens seit der Popartkünstler Andy Warhol 1962 in seiner fünfteiligen Gemäldeserie “Do it yourself” die amerikanische Variante des “Malen nach Zahlen” aufgegriffen hat, ist diese Art der künstlerischen Verwirklichung durchaus als salonfähig anzusehen und weltweit aus vielen Wohnungen nicht mehr wegzudenken.

Diese Seite merken: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Google Bookmarks
  • YahooMyWeb
  • Oneview
  • TwitThis
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon