Sebastian Karkus/pixelio.de

Viele Eltern fragen sich wie sie ihre Wohnung kindersicher machen ohne jeden Schrank zuschließen zu müssen und das Kind trotzdem Freiheit hat sein Entdeckerbedürfnis zu befriedigen. Hier einige Tipps, wie Sie ihr Kind auch mal für fünf Minuten aus den Augen lassen können ohne sich Sorgen zu machen, was es nun anstellen könnte.

Allgemein:

Zunächst einmal sollten Sie sich entscheiden auf welche Art Ihr Kind lernen soll an bestimmte Dinge und Schränke nicht dran zu dürfen. Dies sollte Ihr Kind natürlich nie ernsthaft gefährden. Aber stellen Sie sich die Frage ob Sie möchten, dass Ihr Kind lernt Grenzen einzuhalten, weil Sie sie bestimmen und für richtig halten oder ob es keine andere Möglichkeit gibt. Wenn Sie alle Schränke mit einer Kindersicherung versehen kann Ihr Kind diese nicht öffnen, es lernt allerdings nicht bestimmte Grenzen einzuhalten. Wenn Sie dem Kind allerdings frühzeitig klarmachen was „Nein“ bedeutet, wird es von selbst an bestimmte Schränke nicht mehr gehen und lernt so Ihre Regeln einzuhalten. Putzschränke mit ätzenden oder überhaupt gesundheitsgefährdenden Mitteln sind natürlich ausgenommen, da jedes Kind auch mal versuchen wird die Grenze zu überschreiten. Steckdosen in Reichweite des Kindes sollten ebenfalls mit einer Kindersicherung versehen werden, aber auch trotz Sicherung gilt hier das „Nein“ – Prinzip

Küche:

In jedem Fall sollten die Putzmittel so verstaut werden, dass Ihr Kind in keinem Fall an sie dran kommt. Stellen Sie sie entweder hoch oder schließen Sie den Schrank ab. Der Mülleimer muss nicht unbedingt verschlossen werden. Das liegt bei Ihnen. Kinder spielen gerne mit den Utensilien, die Mama oder Papa auch verwenden, deshalb bestimmen Sie einen Schrank, den Ihr Kind immer ausräumen darf. Ganz besonders gut geeignet ist der Tupperschrank.

Badezimmer:

 Das Bad sollte für Kinder nie allein zugänglich sein. Die Putz- und Waschmittel sollten auf jeden Fall verschlossen werden oder so weggepackt, dass das Kind sie in keinem Fall erreicht. Sie können auch ein Laufschutzgitter vor der Badezimmertür anbringen.

Kinderzimmer:

Das Kinderzimmer sollte komplett sicher sein und dort sollte es auch kein „Nein“ geben. Das ist der Bereich des Kindes, in dem es auch unbeaufsichtigt spielen kann ohne sich zu gefährden. Auch hier ist ein Laufschutzgitter vor der Kinderzimmertür sinnvoll.

Olaf Sachsenweger/pixelio.de

Wohnzimmer, Schlafzimmer etc.

Der Rest der Wohnung sollte so angelegt sein, dass sich in den Schränken die in Kinderreichweite sind keine gefährlichen Gegenstände wie Porzellan, Glas oder Ähnliches befinden. Trotzdem gilt das „Nein“ – Prinzip. Aber suchen Sie trotzdem immer genügend Schränke und Gegenstände heraus, die Ihr Kind entdecken darf.

So bremsen Sie den Entdeckungsdrang Ihres Kindes nicht, aber setzen gleichzeitig Grenzen.

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